Samstag, 04 Sep 2010
 
 

Würzburger Notdienst

Es sind zur Zeit keine Einträge vorhanden.
News
In der Apotheke


  • Warenkörbe der Versandapotheken wachsen
    Der Bundesverband des Versandhandels (BVH) hat mitgeteilt, dass die Warenkörbe bei den deutschen Versandapotheken größer geworden sind. Die Anzahl der Bestellungen ist im Vergleich zum Vorjahr zwar relativ konstant geblieben, aber der durchschnittliche Wert pro Einkauf sei gestiegen. Man spricht von Anzeichen eines Umsatzwachstums.

    Noch im Jahr 2008 hatte man im Arzneimittelversand von einem leichten Umsatzrückgang gesprochen und nannte als Grund die Debatte um gefälschte Arzneimittel.

    Der Umsatz 2009 im Bereich Online-Apotheken wird nach der neuen Studie voraussichtlich um 15 % auf 15,4 Mrd. Euro zulegen. Inklusive Katalogversand wird der Umsatz wahrscheinlich um 1,7 % auf 29,1 Mrd. Euro steigen.


  • Patienten überfordert von Beipackzetteln
    Wer kennt das nicht. Man öffnet die Schachtel eines Medikaments und der Beipackzettel fällt heraus. Man breitet ihn aus und versteht nur Bahnhof von dem was da geschrieben steht.

    So ergeht es nach einer Studie der Universität Witten/Herdecke vielen anderen auch. Häufig wird bei dem Patienten Angst, Zweifel, Unsicherheit und Unzufriedenheit durch den Beipackzettel ausgelöst. Ursächlich dafür ist das Fachchinesisch der Verfasser und die gesetzlichen Vorgaben für Beipackzettel. Wegen komplizierter haftungsrechtlich relevanten Texten verfehlen die Beipackzettel jedoch ihr ursprüngliches Ziel und verunsichern mehr als das sie helfen.

    Die Untersuchung ergab, dass sich Patienten eine klare Sprache, deutliche Absätze, farbliche Abhebungen und mehr graphische Darstellungen als Texte wünschen.

    Was gibt es da mehr zu sagen? Für den Verbraucher dürfte dieses Ergebnis nicht überraschend sein. Anders dürfte es bei den Juristen sein. ;)


  • Männer bekommen mehr Medikamente verschrieben
    Aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) geht hervor, dass im letzten Jahr erstmals mehr Männern als Frauen Medikamente verschrieben bekamen. Durchschnittlich waren es bei Männern 178 Tagesdosierungen, während es bei Frauen "nur" 175 waren.

    In die Studie floss die Anzahl der ausgestellten Rezepte der TK-Versicherten zwischen 15 und 65 Jahren. Fast die Hälfte der bei Männern verordneten Arzneimittel sind mittlerweile Herz-Kreislauf-Präparate, darunter vor allem Blutdrucksenker. Frauen bekommen am häufigsten Antiinfektiva und Neurologika verordnet.


  • Neues Urteil: Land darf Eltern an Kinder-Untersuchungen erinnern
    Das Verfassungsgerichtshof in Koblenz hat in einem bundesweit ersten Urteil entschieden, dass die Behörden in Rheinland-Pfalz auch weiterhin kontrollieren dürfen, ob Eltern die Früherkennungsuntersuchungen beim Kinderarzt wahrnehmen. Nach Meinung des Gerichts ist der Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung von Vätern und Müttern gerechtfertigt, um Kindesvernachlässigungen oder Misshandlungen aufzudecken.

    Nach Meinung des Gerichts ist die Weitergabe von Familiendaten im Zuge des Erinnerungsverfahrens aus überwiegenden Interessen der Allgemeinheit erforderlich und verhältnismäßig. Der Staat hat gegenüber Kindern eine besondere Schutzpflicht.

    In Rheinland-Pfalz bekommt eine zentrale Stelle beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung die aktuellen Daten der Meldeämter und erinnert Eltern an den anstehenden Kinderarzttermin. Verweigern diese, so schaltet sich das Gesundheitsamt ein. Sollten die Eltern dann immer noch den Kinderuntersuchungen fern bleiben, wird die Familie vom Jugendamt unter die Lupe genommen.

    Wie ich finde eine gute Entscheidung für das Wohl der Kinder.


  • Bald auch Tabletten von der Tankstelle?
    Heute kam die Meldung, dass es möglicherweise schon bald Medikamente an der Tankstelle geben könnte. Der Mineralölkonzern Shell will ins Medikamentengeschäft einsteigen und gemeinsam mit der Internetapotheke Apotank künftig Arzneimittel direkt an der Tankstelle anbieten.

    Die Bestellung von rezeptfreien und rezeptpflichtigen Arzneimitteln soll im Internet erfolgen und die Abholung an den Tankstellen. Derzeit läuft ein Test, der in den kommenden Wochen auf 20 Tankstellen ausgeweitet werden soll. Die derzeitigen Teststationen befinden sich in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen.

    Man geht davon aus, dass der Vorteil gegenüber den stationären Apotheken darin liegt, dass man an den Tankstellen in der Regel rund um die Uhr geöffnet hat und so die Arzneipakete bequemer und unabhängig von der Uhrzeit abgeholt werden können. Angeblich sollen zwischen Bestellung und Lieferung maximal 48 Stunden vergehen. Klingt gut, aber wenn man sowieso im Internet bestellt, warum lässt man sich die Ware dann nicht gleich nach Hause liefern? Wer möchte die Lieferung lieber bei einer Tankstelle abholen? Außer Leute, die erst spät nach Hause kommen und den Postmann quasi immer verpassen werden, fällt mir keine Personengruppe ein. Unter Umständen kann noch Porto gespart werden, aber gibt es inzwischen nicht genug Möglichkeiten um bei den Portokosten zu sparen? Ich bin gespannt, ob der Nächste in den Apotheken-Versandhandel einsteigt.